Château Lumière

Das Château Lumière (Schloss des Lichtes ) ist ein faszinierender Lost Place. 


Wir sind über den Wald über einen sehr steilen Abhang auf das Anwesen gekommen. Natürlich hat es geregnet und eigentlich war da nicht wirklich ein Weg, das nasse Laub und der aufgeweichte Boden machten die paar hundert Meter den Berg hinab zum ersten wirklichen Erlebnis der Tour. Wie gut, dass wir unsere Stative hatten. Die haben wir kurzerhand als Stützen für uns umfunktioniert, da jedem klar war - wer hier nur anfängt zu rutschen wird entweder schmerzhaft von einem Baum aufgefangen, oder er ist unten - schneller als gedacht.


Ein kleines Schloss  mitten in einem abgeschieden liegenden Dorf in Frankreich. Fasziniert und etwas ausser Atem standen wir vor dem riesigen Gebäude, jetzt schon wissend, dass wir den Abhang nicht wieder hoch kommen - aber das war egal....raus geht es immer!
Es gibt einen Nebeneingang - für das Personal und unglaublich aber wahr- die Haupttüre steht einfach offen. Das Schloss beeindruckt durch viele  Räumlichkeiten, aufwendige Stuck-Verzierungen, durchaus noch vorhandene Einrichtung, eine spannende Lichtsituation, leider für meine Kamera zu spannend.  Den bekannten Vandalismus findet man nicht oder nur ganz wenig. Das alles macht die Location zu einem der besten Lost Places, die ich dieses Jahr besucht habe.

 

Nun noch etwas zur Geschichte:
Laut mehr oder weniger verlässlichen Quellen wurde das Schloss in den 1930er Jahren von einer wohlhabenden Familie, die im Tabakanbau tätig war erbaut. Diese lebte bis in die 70er Jahre in eben diesem Schloss, danach war es bis zur Schließung in städtischem Besitz, unter anderem soll es angeblich für einige Zeit als Bibliothek genutzt worden sein, was ich jedoch für fragwürdig halte, da nichts darauf hinweist, dass hier einmal Regale voll von Büchern gestanden haben. Dafür kann man mit etwas Fantasie noch gut erkennen, welcher Raum für was ursprünglich gebaut wurde. 

 

Zu den Photos.