Fliegerschule altes Lager

 

 

Am 14.08.1933 erliess der Reichsminister der Luftfahrt, Hermann Göring, eine Verfügung über die Errichtung von Spezialschulen für die nun aufzubauende Luftwaffe. Unter diesem Programm wurden 1933/34 die ersten Baracken zur Unterbringung der Fliegertechnischen Schule erbaut. Um die zu diesem Zeitpunkt noch vorgeschriebene Verschleierung der Luftrüstung zu gewährleisten, hieß die Einrichtung zunächst “Technische Schule der Deutschen Verkehrsfliegerschule GmbH“. Nach der offiziellen Gründung der Luftwaffe hiess sie dann “Fliegertechnische Schule der Luftflotte 1″. Bereits im ersten Jahr wurden hier 1500 Schüler ausgebildet. In den folgenden Jahren entstanden die noch heute erhaltenen repräsentativen Gebäude, deren Grundriss die Form eines Flugzeugs aufweist. Nach der Besetzung Polens wurde die Fliegertechnische Schule nach Warschau verlegt.
Daraufhin zog die Höhere Fliegertechnische Schule, die bisher in Berlin-Adlershof untergebracht war, in diese Anlage. Am 20.04.1945 wurde das gesamte Areal, das von grösseren Kriegsbeschädigungen verwahrt blieb, von der Roten Armee eingenommen. Nach dem Krieg wurde die Anlage von der sowjetischen Armee genutzt, wohl als Ausbildungsstätte für sowjetische Panzer- und Artillerieoffiziere. Die Anlage wurde zwischen Juni und Dezember 1992 geräumt und der zivilen Behörden übergeben. Inzwischen steht das komplette Ensemble unter Denkmalschutz.
Ein beeindruckendes Areal mit großen, mächtigen Gebäuden – allerdings sind die meisten relativ gut verschlossen und Kasernentypisch gleich aufgebaut und damit fotografisch eher langweilig. 

 

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