Hotel Heinrich Heine

Erbaut wurde das Hotel unter dem Namen „Fürst zu Stollberg“ im Jahre 1898. Die Anlage bot Platz für 600 Gäste. Für die damalige Zeit auf höchsten Niveau, da das Hotel eine eigene Konditorei, ein eigenes Restaurant, einen Tennisplatz und sogar eine Tankstelle geboten hat. 1942 verstarb der Besitzer. Das Hotel wurde von der Hypothekenbank Weimar an eine neu gegründete Hotelbetriebsgesellschaft Harz verkauft.
Im 2. Weltkrieg wurde ein Teil des Hotels als Entbindungsheim genutzt. Ein anderer Teil diente als Lazarett für ca. 500 Soldaten. In der Zeit nach dem Krieg wurde das Hotel zum Sanatorium umfunktioniert. Dies und weitere Umbauten erwiesen sich als Flop so dass das Hotel 1995 geschlossen wurde und seitdem verfällt.
Die Feuchtigkeit kommt in den Gebäuden von oben und von unten. Die Decken sind teilweise eingestürzt und beim begehen hat man immer wieder ein seltsam schwammiges Gefühl unter den Füßen. Teilweise brechen die Böden ohne Vorwarnung ein. Das Parkett hebt sich wie ein Giebeldach auf mehrere Meter vom Boden ab, der Putz bröckelt und die Wände sind nass. An der Vorderseite ist ein Flügel regelrecht weggebrochen. Da das ganze Hotel in Fachwerkbauweise erbaut wurde, bietet es Schimmelpilzen beste Bedingungen. An ein paar Stellen sieht man  2 Meter hohe - aus der Wand wachsende, zentimeterdicke Schimmelpilze, die sich wie Montageschaum um die Holzverkleidung legen und diese von der Wand abdrücken. So was hab ich auch noch nie gesehen.
Im UG befindet sich die ehemalige  Disko oder der Nachtclub, leider für meine Kamera zu dunkel - es gibt kein Fenster und kein Nichts - wo Tageslicht reinkommen könnte. Durch die genannten Umbaumaßnahmen ist die Anlage sehr verwickelt und auf mehrere Ebenen geteilt, manchmal verliert man fast die Orientierung.

 

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